Montag, 19. November 2018

Haus & Grund warnt vor Fehlentwicklungen beim Mietwohnungsbau

Höhere lineare Abschreibung wäre praxisgerecht

 

Haus & Grund warnt vor Fehlentwicklungen beim Mietwohnungsneubau

Höhere lineare Abschreibung wäre praxisgerecht

Haus & Grund Bayern warnt vor Fehlentwicklungen beim Mietwohnungsneubau. „Die von der Bundesregierung geplante steuerliche Förderung kann dazu führen, dass Wohnungen vor allem dort entstehen, wo sie nicht gebraucht werden. Das sagte Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.

Grund für die Befürchtungen sei, dass nur der Bau neuer Mietwohngebäude gefördert werden soll, bei denen die Baukosten nicht höher als 3.000 Euro pro Quadratmeter liegen. „Wir brauchen mehr Mietwohnungen in den begehrten Ballungszentren. Und dort sind die Baukosten regelmäßig höher, weil hier nur Dachaufstockungen oder Dachgeschossausbauten und die Bebauung von Baulücken und damit besonders kostenintensive Baumaßnahmen infrage kommen“, erläuterte Dr. Kirchhoff.

Haus & Grund Bayern setzt sich für eine Erhöhung der linearen Abschreibung von derzeit zwei auf mindestens drei, besser noch vier Prozent ein. Damit würde zum einen der kürzeren Nutzungsdauer moderner, aber teurer Gebäudetechnik und -bauteile endlich Rechnung getragen. Zum anderen würde eher die Masse der privaten Bauwilligen angesprochen, die langfristig Wohnraum zur Verfügung stellen und damit eine Altersabsicherung erreichen möchte, so Dr. Ulrike Kirchhoff. „Bei der von der Bundesregierung geplanten Steuerförderung besteht die Gefahr, dass Finanzinvestoren allein aus Gründen der Steuerersparnis und kurzfristiger Gewinnerzielung Wohnraum dort errichten, wo er wenig bis gar nicht nachgefragt ist“, gab Dr. Kirchhoff zu bedenken.